Galerie Kramer

"Der andere Blick"

Esther Adam, Veronika Dobers, Nathalie Gebert,

Jean-François Guiton, Noriyuki Suzuki

 

7.11. 2020 - 13. Februar 2021.

 

 

 

Die Galerie ist im Rahmen des Corona-Lockdowns bis voraussichtlich 10. Januar 2021 geschlossen.

Wir hoffen, dass es bald wieder möglich sein wird, wenigstens einzelne Personen durch die Ausstellung zu führen. Es wäre wirklich schade, wenn Sie diese sehenswerte Schau nicht erleben könnten. Anderen Falls erarbeiten wir digitale Lösungen, um Ihnen die einzelnen Arbeiten vorstellen zu können.

 

Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und ein glückliches neues Jahr.

 

Esther Adam setzt auf die sinnliche Wirkung von Materialien. Ihre meist aus klassischen Werkstoffen wie Keramik, Bronze oder Stahl geformten Objekte entfalten ihre Wirkung häufig erst durch ihre überraschende Positionierung im Raum. Oft kann man nur durch eine Änderung der eigenen Körperhaltung darauf reagieren. Wahrnehmung wird so zu einem mehrdimensionalen Prozess.

Veronika Dobers beschäftigt sich mit dem Denken an sich und den Bildern von der Welt, die es erzeugt. Ihre zwischen Zeichnung und Malerei changierenden Hinterglasmalereien zeigen oft reduziert gezeichnete Elemente, wie Tropfen, Strohbündel oder die Umrisse menschlicher Figuren, die sie zu rätselhaften Kombinationen zusammen fügt.

Nathalie Gebert bringt die Kulturgeschichte des Webens mit der Entwicklung der Computertechnologie zusammen. Dafür hat sie eine digitalgesteuerte Anlage konstruiert, die einen Faden punktuell bedruckt und auf verschieden große Rahmen aufspannt. Durch die unterschiedliche Rahmengröße erscheint das gedruckte Muster jedes Mal anders.

Jean-François Guiton zeigt zwei Video-Installationen, die an unseren routinierten und zerstreuten Alltags-Blick anknüpfen. Ein Lichtkegel auf dem Tisch oder ein Spiegel an der Wand verbergen "Projektionen", die die Eindeutigkeit des Sichtbaren wanken lassen. Das Ins-Licht-Gebrachte hinter dem Spiegel kann unter die Haut gehen.

Noriyuki Suzuki beschäftigt sich mit der Unzulänglichkeit menschlicher Wahrnehmung. Seine Installation, * (astheristik) ist eine Apparatur aus langsam rotierenden Metall-Ringen, in deren Mitte ein Apfel befestigt ist, der von 4 Kameras gefilmt wird. Auf 4 Monitoren daneben werden digitale Arbeitsprozesse sichtbar gemacht, d.h. es ändern sich in schneller Folge Daten und Zahlenreihen.