Galerie Kramer

Small Talk

Von den Möglichkeiten des Kleinen

15. Juni - 10. August 2019

Peter N. Heikenwälder, Jub Mönster, Janis E. Müller, Anna Nero, Christian Orendt, Volker Tiemann, Otto Völker, Noriko Yamamoto

 

Die Ausstellung endet am Samstag, den 10. August mit einem Gespräch mit den Künstlern Peter N. Heikenwälder und Janis E. Müller.  

 

Ab 15.00 Uhr werden die Künstler anwesend sein und von ihren Herangehensweisen an ihre Kunst erzählen.

Dazu sind Sie herzlich eingeladen.

Das Kleine, Leichte, das nicht immer leicht zu machen ist, steht im Mittelpunkt der Gruppenausstellung „Small Talk“ in der Galerie Kramer. 8 Künstler und Künstlerinnen, die in unterschiedlichen Medien arbeiten, stellen sich der Herausforderung des kleinen Maßstabes. Die Maler*innen Peter N. Heikenwälder, Jub Mönster, Anna Nero und Otto Völker arbeiten mehrheitlich in großen Formaten, ihre Formensprache bleibt aber auch auf kleiner Fläche kraftvoll.

 

Für Peter N. Heikenwälder ist das Erfinden von neuen Bildkörpern wesentlich für seine malerischen Kompositionen. Aus dunklen Untergründen schälen sich organisch wirkende, amorphe Gebilde heraus, die sich wie bei einem alten Stillleben leuchtend vor dem dunklen Hintergrund präsentieren. In der Ausstellung zeigt er aber auch farbige Ölmalerei auf weißem Kupferdruckpapier.  Heikenwälder studierte in Braunschweig und lebt jetzt in Hamburg.

Anna Nero bringt bei ihrer Beschäftigung mit den Dingen des Alltags auch auf kleiner Fläche immer wieder Neues hervor. Es entstehen abstrakte Bilder, in denen Erinnerungen an Dinge aufzutauchen scheinen, die es in der Realität jedoch so gar nicht gibt.  

Anna Nero studierte in Mainz und Leipzig. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt. Sie erhielt bisher mehrere Förderungen und Stipendien.

Otto Völker zeigt auf seinen Bildern eine feinsinnige Auseinandersetzung mit der Malerei. Seine subtilen Experimente mit wenig Farbe, sparsam gesetzter Bewegung und speziellen Farbmischungen führen zu einer wunderbaren Leichtigkeit seiner Bilder.

Otto Völker hat in Bremen bei Prof. Greune studiert. Nach jahrelangem Berlinaufenthalt ist er kürzlich wieder nach Bremen zurückgekehrt.

Der Maler Jub Mönster, in Bremen u.a. durch seine großen Wandmalereien bekannt, ist ein begabter Zeichner. In der Ausstellung zeigt er eine Reihe von kleinen Kugelschreiberzeichnungen, die das Thema Small Talk wörtlich zu nehmen scheinen. Er porträtierte Interieurs von französischen Bars der 50er und 60er Jahre. Er studierte in Bremen und lebt auch hier.

Christian Orendt, bisher als Teil des Künstler-Duos  Böhler & Orendt mit aufwendigen und inhaltlich komplexen Installationen bekannt geworden, zeigt eine bisher wenig wahrgenommene künstlerische Seite. Auf sehr feinen, comic-ähnlichen Zeichnungen hinterfragt er hintersinnig und ironisch Redens- und Denkungsarten.

Orendt studierte in Nürnberg und Leipzig und lebt in Frankfurt. Gemeinsam mir seinem Duo-Partner Matthias Böhler erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien, z. Zt. ist er Stipendiat des Deutschen Kunstfonds.

Janis E. Müller, Volker Tiemann und Noriko Yamamoto arbeiten vorwiegend dreidimensional.

Die Installationen von Janis E. Müller sind von Musik, Sound und Stille bestimmt, die Geräusche ruft er oft jedoch nur in der Vorstellung des Publikums hervor.  Janis E. Müller studierte in Bremen uns ist Preisträger des Karin Hollweg Preises 2012. Arbeiten von ihm wurden in mehreren namhaften Ausstellungen in Deutschland und dem europäischen Ausland gezeigt.

Der Bildhauer Volker Tiemann befasst sich in seinen erzählerisch wirkenden Skulpturen und Installationen, die meistens aus Holz sind mit den Absurditäten des Alltags. Er studierte in Kiel und lebt auch noch dort. Er erhielt mehrere Preise und Förderungen und gewann Wettbewerbe für Kunst am Bau.

Noriko Yamamoto entwickelt ihre Objekte, Zeichnungen und Installationen in dem Grundgedanken, dass die Welt, die wir sehen, stets nur ein Teil des Ganzen ist. Sie studierte in Osaka und in Bremen und lebt in beiden Städten. 2011 erhielt sie den Karin Hollweg Preis.