Galerie Kramer

Andreas Amrhein & Marc Taschowsky

Und Immer wieder geht die Sonne auf

14. März - 25. April 2020

 

 

Geänderte Öffnungszeiten zur Vernissage:

Die Ausstellung ist am Samstag, den 14. März schon ab 17.00 Uhr geöffnet!

 

Bitte nutzen Sie die flexiblen Öffnungszeiten. Wir erwarten Sie mit einem Glas Sekt um mit Ihnen auf die Ausstellung anzustoßen. Andreas Amrhein und Marc Taschowsky sind anwesend.

 

 

 

 

Die Galerie freut sich, die Arbeiten von Andreas Amrhein und Marc Taschowsky zeigen zu können.

Die beiden Künstler verbindet eine Freundschaft, die über das gemeinsame Thema ihrer Malerei entstanden ist. Beide setzen sich auf formal sehr unterschiedlichen Wegen mit Aspekten von Werbung, Mode und Konsum auseinander.

Andreas Amrhein hat den Focus auf bunt bemalte Porzellanfiguren gelegt, die seit dem Barock als Dekoration und Kunstersatz in Salons und Wohnzimmern des Bürgertums beliebt sind. Eine sorgfältige Auswahl von zum Teil ungewöhnlichen Figuren malt er auf Büttenpapier und verbindet sie mit eigenen Zeichnungen und Aquarellen. So sind bei ihm nicht nur die erwartbaren Tiere und barocke Figuren zu finden, sondern auch selbst entwickelte zeitgenössische Figuren, wie Rapper vor ihren Straßenkreuzern oder kämpfende chinesische Samurai. Die glänzenden Oberflächen dieser fein und realistisch gemalten Kunst-Surrogate bilden einen auffallenden Kontrast zum matten, freien Farbauftrag des Aquarell und heben die Figuren damit aus den Moden ihrer Zeit heraus. Sie werden so zu Ikonen von Idealvorstellungen eines gelungenen Lebens und zu hybriden Rollenvorbildern.

Marc Taschowsky findet das Ausgangsmaterial für seine Bilder in der Werbung und in Illustrierten und Modezeitschriften. Auf großformatigen Leinwänden verbindet er mit lockeren Pinselschwüngen so unterschiedlichen Elemente, wie Menschen-, Tier- und Comicfiguren, Konsumartikel, geometrische Formen, sowie Übermalungen und Farbspuren von früheren Bild-Entwürfen zu dynamischen Bildkompositionen. Die Fülle und das Überbordende werden auf der Leinwand durch eine scheinbar zwischen den einzelnen Elementen entstehende Erzählung zusammengehalten.  Es entsteht eine Bildwelt, in der von der ursprünglichen Perfektion der Werbung kaum noch etwas zu sehen ist, die stattdessen an den Rändern stark bröckelt und auseinanderfällt, aber immer noch einen schönen farbigen Entwurf darstellt.

 

 

Abb. oben: Andreas Amrhein, o. T., 2019, 70 x 50 cm

Abb. unten: Marc Taschowsky, Eisvogel, 2019, 50 x 50 cm