Aktuelle Ausstellung
25 Years! Ausstellung im Tor 40, Am Güterbahnhof
|20.06.2026 - 28.06.2026
|Anna Bart, Christiane Bergelt, Marei Dierßen, Jörg Ernert, Dominik Halmer, Peter Nikolaus Heikenwälder, Paula Müller, Anna Nero, Marc Taschowsky, Sebastian Tröger,
TOR 40 am Güterbahnhof, Beim Handelsmuseum 9, 28195 Bremen
Öffnungszeiten: Mo - Fr 15 - 19 Uhr, Sa 12 - 18 Uhr (geändert!) und nach Vereinbarung.
Am Sonntag, den 28. Juni findet von 15 - 19 Uhr die Finissage statt.
In der Woche vom 20. bis 28. Juni verwandeln 10 Künstler und Künstlerinnen aus Bremen und der Bundesrepublik die alte Industriehalle TOR 40 in eine abwechslungsreiche Kunst-Landschaft. Anlass für diese Ausstellung ist die Feier des 25-jährigen Bestehens der Galerie Kramer. Gemeinsam mit der Kuratorin Clara Kramer haben wir 10 Positionen aus unserem Programm ausgewählt, um aktuelle Malerei und gleichzeitig einen Ausstellungsrückblick der letzten Jahre zu zeigen. In den Räumen der Galerie sind im Anschluss weitere Arbeiten der beteiligten Künstler*innen bis zum 15. Juli zu sehen. Im Herbst wird dort eine weitere Ausstellung mit mehrheitlich skulpturalen und fotografischen Positionen folgen.
Im TOR 40 sind meist großformatige Bilder zu sehen, die künstlerische Blicke auf unsere Umgebung, auf Medienbilder und die Attraktivität von Gegenständen des Begehrens zeigen. Andere nehmen Bezug auf Kunst und Interieur, Körper und Landschaft. Alle Bilder zeigen vor allem eins: eigene malerische Sichtweisen.
Aus Bremen sind die Künstlerinnen Anna Bart und Marei Dierßen dabei, die beide auf sehr unterschiedliche Art mit dem Thema Haus und Innenraum umgehen. Dierßen entwirft realistisch erscheinende Salonräume mit Interieurs für ihre Lieblingsbilder aus unterschiedlichen Zeiten und Kunststilen. Anna Bart nimmt reale Wohnräume zum Malanlass. Sie gibt die Gegenstände in der für die Künstlerin typischen Malweise und Farbigkeit mit breitem Pinsel wieder und legt so deren Essenz offen.
Anna Nero (Frankfurt) und Dominik Halmer (Berlin) setzen beide auf die virtuos gemalte Oberfläche. Neros Kompositionen von glatten, runden oder glänzenden Objekten reflektieren ein Begehren, das durch bestimmte Formen von Attraktivität hervorgerufen wird. Für Dominik Halmer ist es die Malerei selbst, die er hinterfragt. Auf hyperrealistisch gemalten Tableaus überprüft er deren Realitätsgehalt auf ihre Berechenbarkeit und Zuverlässigkeit. Marc Tascowsky (Berlin) und Sebastian Tröger (München) befassen sich auf unterschiedliche Weise mit bestehenden gesellschaftlichen Bildern und Sichtweisen. Taschowsky mischt dafür immer wiederkehrende Motive aus Medien und Werbung und fügt sie zu neuen Erzählungen mit inszenierten Regelbrüchen zusammen. Sebastian Tröger hinterfragt die Vorstellungen, die sich mit dem Künstler-Dasein und dem System Kunst verbinden. Mit seiner vereinfachenden Malweise zwischen Zeichnung und Malerei beleuchtet er das System humorvoll und selbstironisch. Christiane Bergelt (Angermünde) und Paula Müller (Berlin) verbindet, dass sie beide häufig auf großformatigem Papier arbeiten. Bergelt interessiert der menschliche Körper und seine Beziehung zur Umgebung und sie entwickelt Bilder dazu, die sich den gewohnten Alltagssichtweisen widersetzen. Paula Müllers Arbeiten entwickeln sich in Verbindung mit Zeichnung intuitiv zur Malerei. In ihren neuen Werken setzt sie sich mit historischen Landschaftsbildern der Kolonialzeit auseinander. Jörg Ernert (Leipzig) und Peter Nikolaus Heikenwälder (Hamburg) geht es im weitesten Sinne um das Sehen. Ernert arbeitet an malerischen Fragestellungen, wie die, über andere Darstellungsformen neue Sehweisen von bekannten Dingen und Räumen entstehen zu lassen. In Serien bearbeitet er gleiche Räume in immer neuen Fassungen. Sein aktuelles Projekt befasst sich mit unterschiedlichen Perspektiven während einer transatlantischen Schiffsreise. Heikenwälder entwickelt mit unterschiedlichen malerischen Techniken Gegenständliches aus einem schwarzen Hintergrund heraus. Seine Formen bleiben jedoch undefiniert zwischen realer Form und Ornament. Der Bildraum changiert zwischen Fantasie- und Tiefenraum und öffnet ein Feld für Interpretationen.